Ethylenpropylen(dien)terpolymer (EPDM)

Elastomer 

Elastomere sind formfeste, normalerweise nachgiebige, unter Last jedoch stets elastisch verformbare Kunststoffe. Nach der Belastung kehren Elastomere wieder in ihre ursprüngliche Form zurück.

Bei Erhitzen werden Elastomere nicht verformbar (wie Plaste) und schmelzen nicht. Bei hohen Temperaturen zersetzen sie sich und das Material wird zerstört. Elastomere sind nicht schmelzbar, nicht schweißbar und nicht löslich, lassen sich jedoch zersetzen.

Die Elastizität eines Elastomerwerkstoffs wird durch den Grad der Vernetzung bestimmt. Der Vernetzungsprozess wird Vulkanisation oder Aushärten genannt. Vulkanisierte Elastomere nennt man "Kautschuk". EPDM-Kautschuk (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk der M-Gruppe), eine Art synthetischer Kautschuk, ist ein Elastomer mit einem breiten Anwendungsspektrum. E steht für Ethylen, P für Propylen, D für Dien und M für seine Klassifizierung nach ASTM-Standard D-1418.

EPDM-Kautschuk wird für Dichtungen, Glasführungen, Radiatoren, Garten- und Löschschläuche, Rohrleitungen, Dichtringe, Bänder, Elektroisolierungen, Rüttler und Lautsprechermembranen verwendet. Ebenso wird es als wasserbeständiges Medium bei Verbindungen elektrischer Kabel, für Dachbahnen, Dichtungsbahnen, technische Gummiartikel, zur Modifikation der Schlagfestigkeit von Kunststoffen, für Thermoplaste, Vulkanisate und viele weitere Anwendungen eingesetzt.

Zu den Haupteigenschaften des EPDM gehören seine herausragende Beständigkeit gegenüber Hitze, Ozon und Witterung. Zudem verfügt es über eine gute Beständigkeit gegenüber polaren Substanzen und Dampf sowie ausgezeichnete elektrische Isoliereigenschaften.